Amor patriae vis agens pro populo bona creare“ – „Heimat ist die treibende
Kraft, für das Volk Gutes zu wirken“. Dieser Sinnspruch ist auf der Rückseite der Mauer dieses gern genutzten Aussichtspunktes eingemeißelt.

Von hier sieht man über die Weinbergslage „FLÖRSHEIMER HERRNBERG“ hinab in das Maintal nach Flörsheim und hinüber bis zum Odenwald.
An dem nach rechts abwärts führenden Weg steht die 1928 zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs erbaute Flörsheimer „KRIEGERGEDÄCHTNISKAPELLE“.

Heute dient sie zur Erinnerung an die Opfer beider Weltkriege.
Die zur Lage „FLÖRSHEIMER HERRNBERG“ gehörenden Weinberge wurden erstmals 1270 als Besitz der Mainzer Domherren erwähnt. Ebenfalls zu den Flörsheimer Weinbergslagen zählt die Lage „FLÖRSHEIMER ST.-ANNA-KAPELLE“
im Bereich der Wiesenmühle. In der 1715 erbauten Kapelle befindet sich die Figur der Heiligen Anna-Selbdritt.

Flörsheim gehörte mehr als fünf Jahrhunderte lang (1270–1803) zu Kurmainz. Weinbau und Weinwirtschaft zählten neben Landwirtschaft und Fischerei zu den überwiegenden Erwerbsquellen in dieser Zeit.

Rheingau Weingau

Das Weinanbaugebiet Rheingau wird vom 50. Breitengrad durchzogen, der in Europa bis auf wenige Ausnahmen die Nordgrenze des Weinbaus darstellt. Trotzdem wird hier zu 82 Prozent die wohl anspruchsvollste und edelste Rebsorte, der Riesling, angebaut. Insgesamt sind die besten Weißwein-Anbaugebiete in nördlichen Gefilden zu finden.

Der RIESLING beansprucht gute bis sehr gute Lagen. Er passt sich allen Bodenarten an, bevorzugt aber warme Gesteinsböden mit viel Feinerde. Hier im Rheingau ¬ einem der nördlichsten Weinanbaugebiete der Welt mit großer
Sonneneinstrahlung und hoher Luftfeuchtigkeit ¬ hat er eine besonders lange Reifezeit. Dies gibt ihm die Möglichkeit, Weine von betont feinfruchtiger Eleganz zu entwickeln, die durch Lagerung an Feinheit und Reife noch gewinnen.

Das Klima ermöglicht die Ernte vorzüglicher Auslesen, edler Beeren- und Trockenbeerenauslesen und des auf der Welt wohl einmaligen Eisweins.

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