Böden der Mainterrassen
Schotter und Kies
sind große und kleine Gerölle, deren Kanten durch langen Transport, zum Beispiel in einem Fließgewässer, rundgeschliffen wurden. Eine ganze Menge Schotter häufte der Main während der Zeit des Pleistozäns (2,6 Millionen Jahre bis 12.000 Jahre vor heute) an. Klimawechsel zwischen Kaltzeiten und Warmzeiten ließen Schotterterrassen entstehen. In Kaltzeiten lieferte Frostverwitterung viel Gesteinsschutt.
Der Main konnte nicht alles Gestein abtransportieren und häufte ein Kiesbett
an. Änderte sich das Klima, stand auch wieder mehr Wasser zur Verfügung
und der Main tiefte sich in das Schotterbett ein. Gleichzeitig hob sich der Taunus empor und verstärkte das Einschneiden.
Das Sediment ist reich an Hohlräumen, die Wasser bzw. Luft enthalten.
Die Wässer im Schotterkörper waren eisenhaltig. Durch den Luftsauerstoff
oxidierte das Eisen und färbte die Sande und Kiese rostbraun.
Hang und Fläche
wechseln sich in der Mainterrassenlandschaft ab, ähnlich wie Treppenstufen.
Der Standort befi ndet sich auf einem jungen Terrassenkörper. Von den Hängen abgeschwemmter fruchtbarer Lösslehm überdeckt das Mainsediment. Der Steigweg führt Sie hangaufwärts zur Steinernen Straße. Die Steigung schuf der Main, als er sich in den Untergrund eintiefte. Am Fähncheskreuz erreichen Sie eine ältere Mainterrasse. Hier ist das Gelände wieder eben. Während das Umland sich hob, schnitt der Main sich immer tiefer in den Untergrund ein. So entstand unsere Flussterrassenlandschaft. Am Hang kommt das begrabene Meer wieder zum Vorschein.
Bodenprofil Mainschotter
Bodeneigenschaften
- ausreichender Wasserspeicher, sehr gute Wasserdurchlässigkeit
- sehr gute Durchlüftung und Erwärmung
- mäßige Nährstoffversorgung, schwach, saure Bodenreaktion

