The Battle of Kippel 1813

Die Zeit Napoleons! Der Rhein bildet die Grenze zu Frankreich. Kastel und Kostheim als rechtsrheinische Brückenkopfgemeinden waren aus militärstrategischen Gründen zusätzlich von den Franzosen vereinnahmt worden. Deshalb hätte man nicht weit von hier französisches Territorium betreten. Napoleon hatte im strengen russischen Winter anno 1812 seine Ostexpansion vor dem brennenden Moskau aufgeben müssen. Seine zurückweichenden Truppen wurden im Oktober 1813 von Verbündeten in der Völkerschlacht bei Leipzig entscheidend geschwächt und sollten danach komplett hinter die Rheinlinie gezwungen werden. Das von Franzosen besetzte Hochheim wurde Anfang November 1813 als eine der letzten Bastionen vor Mainz befreit. Eine Allianz aus Österreichern, Preußen, Bayern und Kosaken siegte hier im Bereich des „Kippel“ gegen 12- bis 15.000 aus Richtung Mainz entgegenrückende Franzosen in einer mutigen Schlacht und schlugen die Feinde hinter die Rheinlinie zurück.

Für Hochheim am Main bedeutete die Folgezeit bis Ende Februar 1814 schlimmste Verwüstungen, Drangsalierung der Bewohner, Hunger und Verarmung. Es war Quartier zu geben an 83 Generäle, 5.261 Offi ziere und 219.620 Soldaten und Verpfl egung zu stellen. 240 Hochheimer starben in Kriegsfolgen am Fleckfieber. In Mainz waren es 20.000 Tote, insbesondere Soldaten

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