Weinbergslage WICKERER STEIN
Hier befinden wir uns in der Weinbergslage WICKERER STEIN.
Bis hin zum Hunsrück und zum Taunus erschließt sich ein schöner Blick über das Wickerbachtal.
Die Weinbergslage wird erstmals 1281 erwähnt. Begütert waren das Mainzer Kartäuserkloster und bis zur Säkularisation im Jahr 1803 der Dechant von
St. Johannes in Mainz. Die Bodenbeschaffenheit ist teils kiesig, teils schwerer tertiärer Mergel.
Am Wickerbach stehen heute noch die einstigen Getreidemühlen: Die aus dem Mittelalter stammende STRASSENMÜHLE, Weidenmühle, Wiesenmühle und Obermühle.
Weinbau in Wicker damals und heute
Nach einer statistischen Erhebung des Jahres 1881 betrug die Gesamtfläche an Reben in Wicker 75 Hektar. Dies war im Vergleich zu anderen Weinbaugemeinden des Rheingaus eine durchaus beachtliche Größe. Selbst so bekannte
Weinorte wie Johannisberg hatten mit 80 Hektar Rebfläche nicht viel mehr Weinberge als Wicker.
Der Riesling nahm schon damals in Wicker eine dominierende Stellung ein. Er wurde auf 50 Hektar angebaut und war damit die am meisten angepflanzte Rebsorte.
Als Weinbergslagen wurden in der Statistik NONNBERG, KÖNIG-WILHELMSBERG, TEMPEL, BRUG, KÖRNER, KREUZGASS, MÖNCHSGEWANN, HAHNER, BRAND, KLEESTEINEN und STEINEN genannt.
Heute wird in Wicker auf einer Rebfläche von insgesamt 55 Hektar Weinanbau betrieben. Mit den 28 Hektar der Lagen in Flörsheim gibt es in unserer Stadt insgesamt 83 Hektar Rebfläche, von denen ca. 75% qualifiziert sind als Erstes Gewächs (zum Vergleich: Der Durchschnitt im gesamten Rheingau beträgt dabei 35%). Die beiden am häufigsten angebauten Rebsorten sind Riesling (73%) und Spätburgunder (13%).
(alle Angaben: 2008)

