Der Rheingau
ist das international bekannteste und renommierteste deutsche Weinbaugebiet.
Das kleine Anbaugebiet ist ganz groß im RIESLING. Die beste und edelste Weißweinsorte der Welt findet hier optimale Bedingungen, um auf engem Raum interessante und große Weine hervorzubringen.
Eine Laune der Natur
ließ am 50. Grad nördlicher Breite den in Richtung Norden fließenden Rhein bei
Wiesbaden fast im rechten Winkel nach Westen abbiegen. Der Taunus versperrte dem Fluss den Weg und erzwang die Richtungsänderung. In Jahrmillionen stieg das Gebirge weiter auf, gleichzeitig schnitten Rhein und Main Flussterrassen tief in die Landschaft ein. So entstand die Voraussetzung für eine herausragende Weinbaulandschaft von der Sonne besonders begünstigte Südhänge.
Der Rheingau macht Geschichte
Der Rheingau gilt als die Heimat des Rieslings. Die weltweit erste urkundliche Erwähnung von Riesling-Reben ist für das Jahr 1435 belegt. Über Jahrhunderte leisteten Benediktiner- und Zisterziensermönche Pionierarbeit. So wurde im Jahr 1775 auf dem Johannisberg der Vorteil einer späten Weinlese entdeckt. Noch heute zählen die Riesling-Spätlesen zu den Vorzeigeweinen der Region. Traditionsgüter wie Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg und Schloss Vollrads machten den Rheingau auch international bekannt.
Die 1872 in Geisenheim gegründete Königlich Preußische Lehranstalt für Obst- und Weinbau, später Forschungsanstalt für Garten- und Weinbau, steht für zahlreiche Entdeckungen auf dem Gebiet des Weinbaus.

