Weinbau in Lorch
Tradition und Klasse
Weinbau hat in Lorch Tradition. Weinberge sind seit dem Jahre 1085 durch eine Schenkungsurkunde an Erzbischof Wezilo von Mainz belegt. Im Jahr 1274 fand der erste Lorcher Weinmarkt statt, 1456 wird erstmals die Rebsorte Riesling für den Rheingau in einer Urkunde erwähnt: die Reben standen in Lorch.
Rheingau ist Riesling, das gilt auch für Lorch. Auf 92 Hektar Rebfläche werden überwiegend Riesling (63%) und Spätburgunder (26%) angebaut. Die hohe Güte der Lorcher Lagen bestätigt das hessische Weingesetz: 2/3 der Weinberge zählen zu den wissenschaftlich klassifizierten Spitzenlagen ERSTES GEWÄCHS Rheingau.
Weinbau mit Perspektive Lorch nimmt Fahrt auf
Steillagen mit kleinen Weinbergsparzellen prägten die Landschaft um Lorch.
Sie wurden in mühevoller Handarbeit bewirtschaftet. Es gab viele Nebenerwerbswinzer, die ihre Trauben verkauften, nicht kelterten.
Aber Steillagenweinbau war nicht mehr rentabel. Ein Strukturwandel macht Lorch fit für die Moderne: Flächenzusammenlegung, Flurbereinigung und moderne Querterrassierung ermöglichen die Teilmechanisierung des Steillagenweinbaus. Die bestockte Rebfläche wächst wieder. Heute erzeugen die Lorcher Winzer Weine von höchster Qualität. Und bei der steigenden Nachfrage nach eleganten, mineralischen Weißweinen liegt Lorch voll im Trend.
Weinbau ist gelebte, Jahrtausende alte Tradition
Der Lorcher Weinbau ist bereit für die Zukunft, vergisst dabei aber nicht seine Herkunft. Kulturlandschaft ist Heimat.
Terrassen, Trockenmauern und Kadriche (Flutgräben) prägen die Lorcher Kulturlandschaft. Historische Weinberge sind Zeichen der engen Verbindung von Mensch, Natur und Kultur. Es sind offene Denkmäler. Dieses Stück Heimat gilt es aktiv zu bewahren.

