Weinlage König Wilhelmsberg
Das Denkmal
ist ein Wahrzeichen von Wicker. Die 8 m hohe Rundsäule trägt heute einen republikanischen Adler, der frühere preußische Adler wurde bei Kriegsende zerstört. Den Sockel ziert ein Porträt des König Wilhelm von Preußen (1861-1888), des späteren deutschen Kaisers Wilhelm I. sowie die Inschriften vom Fels zum Meer und Gott mit uns.
Wilhelm I. schätzte den Wickerer Wein offenkundig sehr, denn er gestattete im Jahr 1866 seinem Hofl ieferanten Georg Kroeschell aus Hochheim am Main, anlässlich des Übergangs des Herzogtums Nassau an Preußen, diese Weinlage König Wilhelmsberg zu nennen. Das Denkmal, ein Werk des Bildhauers Adam Kramer aus Fulda, wurde im Jahr 1875 für 1.500 Gulden errichtet.
Das Weingut Wilhelm Hück hat im Jahr 2001 mit Unterstützung der Stadt Flörsheim am Main und dem Kuratorium der Taunus Sparkasse das Denkmal restaurieren lassen.
Die Weinlage
Der Wickerer Berg verdankt seine Entstehung dem Wickerbach. Während der Eiszeiten tiefte sich der Bach in den Untergrund ein und schuf so die Grundlage jeder guten Weinlage einen Hang. Der Südwesthang ist optimal zur Sonne ausgerichtet. Folgerichtig zählte der König Wilhelmsberg zu den Premiumweinlagen Erstes Gewächs Rheingau.
Der Wickerbach sorgte dafür, dass alter Untergrund freigelegt wurde: schwerer Lehmtonmergel des Alttertiärs. Die stark tonhaltigen und deshalb schwer bearbeitbaren Böden werden im Volksmund Letten genannt.
Bodenprofil "König Wilhelmsberg"
Ein karbonat- und basenreicher wechselfeuchter Standort.
Bodeneigenschaften
- großer Wasserspeicher,aber nur eingeschränkt pfl anzenverfügbar
- schwer durchwurzelbar
- mäßig durchlüftet, kühl, Staunässe im Frühjahr
- sehr großes Nährstoffpotenzial, kalkreich

